Campingklo / Campingtoilette leeren
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- Kategorie: Nordfalia-Camping
- Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 25. September 2011 20:45
- Geschrieben von Friedrich Norspe
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Bevor man eine Campingtoilette leeren kann, muss diese erstmal gekauft, vorbereitet und benutzt werden. Einen ausführlichen und unzensierten Erfahrungsbericht findest Du hier:
Artikel "Campingklo / Campingtoilette in den (VW T3) Bulli" auf Nordfalia.de
Heute war es dann so weit. Ich dachte mir, kurz nach dem Aufstehen:
"Jetzt leerst Du mal das Porta Potti!"
Gedacht, getan, oberen Spülwassertank über den hinteren Entriegelungsmechanismus vom Fäkalientank gelöst, abgenommen und dann zur Seite gestellt. Soweit, so gut.
Dann folgte der unschöne Teil und eine wahrscheinlich dumme Idee...
... nein, es ist nichts schlimmes passiert.
Ich hatte aber das ganz bescheuerte Bedürfnis, den vollen Tank auf Dichtigkeit zu prüfen. Im Sinne der Wissenschaft, fühlte ich mich jedoch dazu verpflichtet.
Also den Tank angehoben, und auf den Kopf gestellt..
... ein paar Tropfen schlichen sich aus einem kleinen Loch, das hörte jedoch auch nach ganz kurzer Zeit wieder auf.
Du fragst dich, wieso das keine gute Idee war?
Ich hatte anschließend den furchtbaren Gedanken, dass ich mit dieser Aktion nun aufgelöste "Kot-Partikel" nun in jede Ecke meines Fäkaltanks verteilt habe. Auch da, wo normalerweise eigentlich gar nichts hinkommt....
Also -> Dichtigkeitsprüfung mit Wasser machen, nicht mit was anderem...
Wie dem auch sei, der Tank war dicht. Also, den Auslaufhahn zur Seite gedreht, den verschluss geöffnet, den Tank in Richtung Toilettenbecken geneigt, dann den Entlüftungsknopf gedrückt, und dann den Tank entleert...
... ja so schön war es dann doch nicht.
Zu Anfang, kam nur grüne Flüssigkeit und ab und an mal aufgelöste Toilettenpapierreste. Die Hoffnung, dass es sich so bis zum Ende fortführt war vorhanden, aber natürlich reines Wunschdenken. Plötzlich kam er, ein brauner, NICHT schön riechender Schwall!
EKELHAFT! Das auf nüchternen Magen, gleich nach dem Aufstehen, widerlich!
Ich hatte damit nicht gerechnet. Ich ging davon aus, dass der Zusatz für den Fäkalientank, nahezu alle übelen Gerüche eliminiert bzw. überdeckt.
Nachdem der Tank dann "leer" war, musste ich noch ca. 7-8x den Tank ausspülen, da immer wieder vereinzelte "Kot-Stückchen" ihren Weg nach draußen fanden. Ich spülte so lange, bis ich einen "stückchenfreien" Spülgang hatte.
Also:
Campingtoilette ausleeren ist nichts für schwache Nerven! Der hier beschriebene Prozess fand unter idealen Bedingungen statt, es kann also sonst nur schlimmer sein! Im Fäkalientank befand sich nur ein einziges "Objekt des harten Stuhlganges". Es waren keine gesammelten Werke, mehrerer Personen über ein Campingwochenende...
Des Weiteren wurde der Leer-Vorgang nicht bei 40°C im Schatten in einem stinkenden Entleerungsbereich auf einem Campingplatz durchgeführt. Ich habe hier noch keine Erfahrungen, aber ich denke, es ist dort nicht immer möglich, den Fäkalientank bis aufs letzte "Partikelchen" auszuspülen. Das nimmt viel Zeit in Anspruch.
Ich habe diesem Prozess einen eigenen Artikel gewidmet, damit das ganze Thema ein wenig übersichtlicher gehalten werden kann.
Mein Fazit nach dem heutigen Entleerungsprozess:
- Man kann ein Porta Potti "voll" und ganz verwenden
- Wenn die Füllstandsanzeige anfängt "auszuschlagen", ist der Tank bereits geschätzt, halb voll! (10kg!!)
- Urin und Toilettenpapier sind überhaupt kein Problem, das sollte beim Entleerungsvorgang nicht (sehr) unangenehm sein. Hierfür uneingeschrenkt zu empfehlen!
- in NOTfällen dürfen auch große Geschäfte verrichtet werden. An einem trockenen Sommertag gegen 16Uhr wandere ich aber lieber zur nächsten echten Toilette!
Schöne Grüße, Lasse
Nordfalia
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